Erfolgreiche Integration – was sie bedeutet und wie sie gelingt

Erfolgreiche Integration – was sie bedeutet und wie sie gelingt

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Es ist kein Geheimnis, dass der Schlüssel zu erfolgreicher Integration im Erlernen der Landessprache und im Pflegen von Beziehungen zu einheimischen Personen liegt. Diese beiden Punkte stellen einen riesigen Schritt im Rahmen einer Immigration in ein neues Heimatland dar.

Immigration und Integration im digitalen Zeitalter

Allerdings ist es für MigrantInnen heute schwerer als früher die Überwindung aufzubringen, die dafür sicher teilweise nötig ist. Denn Sprachbarrieren zu überwinden und neue Kontakte zu schließen erfordert Mut und Selbstbewusstsein. In Zeiten der Digitalisierung ist die Kommunikation in der Muttersprache viel einfacher und nimmt einen deutlich größeren Stellenwert ein, als das für MigrantInnen in der Vergangenheit der Fall war. Internet, Handy, Tablet, Soziale Medien etc., all das wird meist in der Muttersprache genutzt und jeder von uns weiß, wie allgegenwärtig diese Kommunikationsmittel im täglichen Leben sind.

Nach unserem Wissen und unserer jahrelangen Erfahrung mit Migration und Immigration, ist es nicht zielführend komplett auf diese Ressourcen zu verzichten bzw. sich zu zwingen, diese nicht mehr in der Muttersprache zu nutzen. Denn sie stellen nicht nur Kommunikationsmittel dar, sondern dienen auch der Entspannung, der Freude, der Sicherheit und letztlich der Verbundenheit mit der „alten“ Heimat. Gelungene Integration bedeutet nämlich keineswegs, dass man sein Heimatland und seine Wurzeln vergessen soll. Im Gegenteil, sie stellen eine wichtige Konstante im Leben und in der persönlichen Entwicklung dar. Gelungene Integration bedeutet viel mehr, diese Wurzeln um die Erfahrungen und Beziehungen in der neuen Heimat zu erweitern und daraus etwas Neues und Wertvolles wachsen zu lassen.

Um die sich Eingewöhnung in der neuen Heimat zu erleichtern, können Sie trotzdem einiges tun. Wir haben die – aus unserer Sicht wichtigsten – Tipps hier für Sie zusammengefasst:

So gelingt Integration

Zunächst einmal, seien Sie sich bewusst, dass es anderen ebenso geht wie Ihnen. Alle Ihre Gefühle, Zweifel und Reaktionen auf die veränderte Lebenssituation sind völlig normal und dürfen auch sein. Nehmen Sie diese an und scheuen Sie sich nicht davor, mit anderen Menschen darüber zu sprechen.

1. Geben Sie sich Zeit

Geben Sie sich selbst und Ihrer Familie Zeit. Migration ist ein großer Schritt und eine sehr emotionale Sache. Integration in einem neuen Heimatland ist ein Prozess und jeder Prozess durchläuft verschiedene Stadien, bevor er abgeschlossen ist. Versuchen Sie, das Leben in ihrer neuen Heimat von Anfang an zu genießen und seien Sie nicht verzweifelt, wenn es in manchen Bereichen Startschwierigkeiten gibt. Setzen Sie sich realistische Ziele und freuen Sie sich über jeden Fortschritt. Egal ob beim Spracherwerb, bei Amtswegen oder bei Herausforderungen des täglichen Lebens. Bleiben Sie selbstbewusst und vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten. Wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt in ein anderes Land verlegt haben, haben Sie schon viel geschafft – darauf dürfen Sie stolz sein.

2. Interessieren Sie sich für Ihre neue Heimat

Lernen Sie so viel wie möglich über Ihre neue Heimat. Am besten bereits bevor sie immigrieren. Geschichte, Kultur, Geografie, Gesetze und Regeln der Gesellschaft – all das wird mit ihrer Einwanderung auch ein Teil Ihres Lebens. Natürlich haben Sie immer die Wahl, was davon Sie für sich übernehmen. Aber auseinandersetzen sollten Sie sich mit allem was zu Ihrem neuen Heimatland dazugehört. Versuchen Sie, sich nicht von Stereotypen und Vorurteilen beeinflussen zu lassen, sondern seien Sie offen und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung zu Menschen, Land und Gesellschaft. Seien Sie neugierig und erkunden Sie die Gegend rund um Ihren neuen Wohnort ganz genau. Denn Ortskunde gibt Ihnen Selbstvertrauen und an einem Ort, den man nicht kennt, kann man sich schwer zuhause fühlen. Auch politische, wirtschaftliche und kulturelle Ereignisse und Nachrichten sollten Sie interessieren. Selbst wenn Sie planen, wieder in Ihre ursprüngliche Heimat zurückzukehren. Denn in der Gegenwart zu leben, ist ein wesentlicher Punkt im Rahmen von Integration. Und diese sollte auf jeden Fall auch stattfinden, wenn Ihr Aufenthalt in einem Land nur vorübergehend geplant ist.

3. Knüpfen Sie Kontakte

Versuchen Sie so viele Kontakte zu Einheimischen wie möglich zu knüpfen. Denn hier liegt der wahre Schlüssel zur Integration. Ohne soziale Kontakte zu den Menschen eines Landes, ist es um ein vielfaches schwerer, dieses als sein Zuhause anzunehmen. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen, freunden Sie sich mit Expats aus anderen Ländern an, denn auch das ist hilfreich um eine andere Sicht als die eigene auf das neue Heimatland zu gewinnen. Seien Sie aktiv und führen Sie Ihre Hobbys oder Vereinstätigkeiten in Ihrem neuen Heimatort fort. Es ist die ideale Gelegenheit neue Menschen kennenzulernen, denn nichts verbindet mehr, als gemeinsame Interessen.

Bei all dem, halten Sie den Kontakt zu Ihrer alten Heimat und Ihrer dort ansässigen Familie und Freunden. Sie geben Ihnen Kraft und helfen über so manche schwierige Stunde hinweg. Auch der Kontakt zu anderen Migranten aus Ihrem Heimatland ist eine gute Möglichkeit in Ihrem neuen Leben Fuß zu fassen und sich wohlzufühlen. Die richtige Mischung ist das, worauf was dabei ankommt.

Doch am allerwichtigsten

Genießen Sie Ihr neues Leben und sehen Sie jede Hürde die Sie überwinden, als eine Bereicherung an der Sie wachsen. Sie haben das Privileg, an der Kreuzung zweier Kulturen zu leben. In einem Land zu leben, dass nicht durch Geburtsrecht, sondern durch das Recht der Wahl Ihre neue Heimat geworden ist. Nutzen Sie dieses Privileg für sich und Ihren Weg und der Erfolg ist Ihnen garantiert.